Tafel Digital mal “offline”

TafelDigital auf der 6. Geschichtsmesse in Suhl

Anfang März präsentierte sich das Projekt TafelDigital erstmals offline. Ort des Geschehens: Das Ringberghotel im thüringischen Suhl. Anlass: Die 6. Geschichtsmesse der Bundesstiftung Aufarbeitung. Format: Eine fünfzehnminütige Powerpoint-Präsentation mit anschließender Diskussionsrunde. Publikum: Aufgeweckt. Gut durchmischt. Lehrer/-innen, Bildungswissenschaftler/-innen, Mitarbeiter/-innen aus Gedenkstätten und Museen, von der BStU, dem Bundesarchiv etc.
Unsere Thesen wurden in der anschließenden Diskussion bestätigt: Das Interaktive Whiteboard ist – zumindest im Bereich der Schule – auf dem Vormarsch (siehe zum Beispiel hier oder hier), wird in der historisch-politischen Bildung bislang aber kaum genutzt. Wo es an Fortbildungen fehlt, wird das Gerät nicht oder nur als Präsentationsmedium genutzt. Dagegen regte unser Vortrag dazu an, das IWB auch als Interaktions- und Speichermedium, vor allem auch als Tool für Schüler/-innen zu verstehen.

Was das IWB insbesondere für den Geschichtsunterricht zu bieten hat, ist an vielen Schulen noch nicht oder gerade erst Thema. Grund: Die meisten Schulen verfügen nur über wenige Geräte, die dann vor allem in den naturwissenschaftlich-technischen Fachbereichen zum Einsatz kommen. Auch die Fachdidaktik scheint sich mit Handlungsempfehlungen bislang eher zurückzuhalten – Anregung für uns, hier noch einmal nachzuhaken (Kennt jemand einen auskunftsfreudigen Geschichtsdidaktiker?).

Unsere erste Unterrichtseinheit zum Thema Stasi, von der wir in Suhl Ausschnitte zeigten, stieß auf jeden Fall auf großes Interesse. Nachfragen waren zum Beispiel:

Kann ich eigenes Material einbauen?
(Antwort: Ja! Das Material steht unter entsprechender CC-Lizenz und die IWB-Version kann mit der kostenfreien Software SMART Notebook Interactive Viewer ganz leicht verändert werden – von Änderungen am Text bis hin zum Einbinden eigener Video-Dateien)

Was mache ich, wenn in meiner Schule weder IWBs noch Beamer und PCs vorhanden sind?
(Antwort: Die Schüler/-innen können das Material bzw. Teile der Unterrichtseinheit auch allein zu Hause bearbeiten oder vorbereiten. Es gibt Hilfestellungen und Lösungsvorschläge in leicht verständlicher Sprache; die Anrede ist sogar in „Du“-Form gehalten.)

Für alle Nachfragen, Anregungen und Tipps, natürlich auch die Einladung nach Suhl auch auf diesem Weg noch einmal herzlichen Dank!

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